Die Salzwerkstatt


Seit 2005 wird in Bentlage wieder Salz hergestellt. Im Salzsiedehaus, einem technischen Denkmal aus dem 18. Jahrhundert, bietet die Salzwerkstatt museumspädagogische Programme zur Salinengeschichte und zur Salzgewinnung an. Schulklassen, Kindergruppen, Familien und Erwachsene können hier sehen, fühlen, schmecken, spielerisch historische Zusammenhänge begreifen und in kleinen Pfannen selbst ausprobieren, wie aus der Sole die weißen Salzkristalle entstehen.

Der Aufenthalt in der Salzwerkstatt wird in der Regel mit einer geführten Entdeckungstour zur historischen Anlage der Saline Gottesgabe kombiniert, dabei lernen die Teilnehmer den Außenbereich und die historischen Siedepfannen, Öfen und Salzlager kennen. Verschiedene Programmbausteine - wie z. B. der Bau einer Soleleitung oder die Herstellung märchenhafter Schatzkisten für das „weiße Gold“ - werden je nach Alter und Interesse der Besucher eingebunden.
Die Salzwerkstatt bietet Technik, Wirtschafts- und Kulturgeschichte zum Anfassen. Hier erfährt man, wieso Salz seit Jahrhunderten für die Menschen nicht nur lebensnotwendig ist, sondern zugleich faszinierend.

.

salzkidsGruppenprogramme:

Salinen-Entdeckertour
Dauer 1, 5 Stunden

Kindergeburtstage und Gruppen mit Kindern entdecken auf dem Salinengelände und im Salzsiedehaus viel Spannendes aus früherer Zeit. Alle Kinder können am Schluss ihr selbst hergestelltes Salz aus der original Bentlager Sole mit nach Hause nehmen.

Das Badesalzprogramm
Dauer 1,5 Stunden

Das Programm für Erwachsene erinnert an den früheren Kur- und Badebetrieb in Bentlage. Nach einer Besichtigung der historischen Siedepfannen und Öfen steht die eigene Badesalzherstellung auf dem Programm. Mit ätherischen Ölen und einer schönen Verpackung kann jeder Teilnehmer das selbst gesiedete Salz zu einem wohltuenden und duftenden Andenken weiterverarbeiten.

Schulprogramme

Die Salzwerkstatt empfiehlt sich insbesondere als außerschulischer Lernort, der die Gelegenheit zum ganzheitlichen, situationsbezogenen Lernen an einem besonderen historischen Ort bietet. Den Schwerpunkt der museumspädagogischen Arbeit bilden Schulprogramme für die Klassen 1-8. Zurzeit werden folgende Programme angeboten.


Klassen 1-2: "Ohne Salz schmeckt es nicht" Dauer: 1,5 Stunden
Klassen 3-6: "Salz aus Rheine - das weiße Gold"Dauer: 1,5 Stunden

Welche Lebensmittel enthalten eigentlich Salz? Wo kommt es her und wieso ist es für die Menschen lebensnotwendig? In der Salzwerkstatt an der Saline Gottesgabe können Schüler und Schülerinnen der Klassen 1 bis 6 bei den museumspädagogischen Schulprogrammen diesen Fragen einmal selbst auf den Grund gehen.

Der Erstbesuch für die Klassen 1-2 konzentriert sich auf die Salzwerkstatt und das historische Salzsiedehaus. Schüler und Schülerinnen der Klassen 3-6 lernen darüber hinaus auf dem Gelände der Saline Gottesgabe die Salzgewinnung in Bentlage kennen. Sie können außerdem aus der Bentlager Sole ihr eigenes Salz sieden. Dabei werden elementare Grundlagen über das Produkt Salz und über das Leben und Arbeiten der Menschen in der Stadt Rheine in vergangenen Jahrhunderten vermittelt.

Clemens August und das Salz
Klassen 7-8
Dauer: 2 Stunden

Ausgehend von einem Dialog, der im Jahr 1740 zwischen Fürstbischof Clemens August und dem Salinenexperten Joachim von Beust stattgefunden haben könnte, wird in diesem Programm die Funktion des Gradierwerkes erarbeitet. In der Salzwerkstatt versieden die Schülerinnen und Schüler Sole mit verschiedenen Salzkonzentrationen. Sie erfahren experimentell die Vorteile einer höheren Salzkonzentration von Sole in Bezug auf Ausbeute und Energieverbrauch beim Siedeprozess. Kenntnisse über Wasser als Lösemittel, Gehaltsangaben von Lösungen und Trennverfahren werden vertieft. Bei der Erkundung des technischen Denkmals Saline Gottesgabe werden auch die Arbeitsbedingungen der Salinenarbeiter thematisiert.


Anmeldung für alle Programme bei den Städtischen Museen Rheine unter Tel. 05971-920610