Der älteste Hinweis auf Bentlage findet sich im Heberegister des Klosters Werden an der Ruhr aus dem Jahre 890, hier allerdings noch unter dem Namen " Binutloge ". Die Bentlager Kreuzherren erwarben den erwähnten Hof, der später "Niederbentlage" heißt, schon im Jahr der Klostergründung (1437) vom Bischof von Münster. Mit dem Hof erwarben sie auch das Recht auf die Salzgewinnung in Bentlage und das Fischrecht in der Ems, womit die wirtschaftliche Basis für die Versorgung des Klosters geschaffen wurde.

Nach Auskunft der Gründungsurkunde übernahmen Kreuzbrüder aus Köln und Wuppertal im Jahr 1437 eine kleine Kapelle mit einem Friedhof und dem Haus des ehemaligen Rektors und kauften außerdem den benachbarten Hof Niederbentlage mit den dazugehörenden Kotten Salthuis und Sonderhuis, um ausreichendes Gelände für die Errichtung eines neuen Klosters zu erhalten. 1463, nachdem der junge Konvent lang andauernde wirtschaftliche und personelle Schwierigkeiten überwunden hatte, konnte mit dem Bau der großen Vierflügelanlage begonnen werden.

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Der 989 von König Otto III. bestellte Vogt für die Stifte Borghorst und Metelen, Wichmann III. aus dem sächsischen Hochadelsgeschlecht der jüngeren Billunger, wurde 1016 aus machtpolitischen Gründen ermordet. Seine Frau Reinmod, Tochter des Grafen Gottfried aus dem Hattuariergau am Niederrhein, war wohl sehr um das Seelenheil ihres Mannes besorgt, als sie anno 1022 Geld und Ländereien für 7 Eigenkirchen stiftete, u.a. Buntlagi (Bentlage).

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Durch den Reichsdeputationshauptschluß vom 25.2.1803 wurde das Landesfürstentum Rheina-Wolbeck anerkannt. Landesherr wurde Herzog Wilhelm Joseph von Looz-Corswarem, der hiermit für seine linksrheinisch verlorengegangenen Besitzungen entschädigt wurde. Das Fürstentum erstreckte sich über 90 km linksseitig der Ems in einer Breite zwischen 10 bis 15 km etwa von Nienberge bei Münster bis ca. 20 km nördlich von Lingen. Landeshauptstadt wurde Rheine und Herzog Wilhelm Joseph wählte das säkularisierte Kloster Bentlage als seine Residenz; er starb aber bereits 3 Monate später.

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Der Orden des Heiligen Kreuzes, deren Mitglieder sich Kreuzbrüder und ab Ende des 15. Jahrhunderts Kreuzherren nennen, gründete 1437 in Bentlage sein 3. Kloster in Westfalen. Der Bischof von Münster übertrug dem Orden die Gertrudenkapelle mit dem zugehörigen Haus des Rektors. Der Konvent war auf 8 Regulare (Mitglieder) beschränkt.

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Nach der Auflösung des Landesfürstentums Rheina-Wolbeck wurden dem Herzog Josef Arnold von Looz-Corswarem die ehemalige Residenz, umliegende Ländereien und andere Güter zugesprochen.

Der Adelssitz war bis 1978 im Besitz der folgenden Zweige der Familie:

  • 1803-1827 Looz-Corswarem
  • 1839-1912 Lannoy-Clervaux
  • 1931-1946 Looz-Corswarem
  • 1955-1978 Bogaerde-Terbrügge-Heeswijk
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